16 März 2014 - 20:30
EU-Parlament droht mit Aus für Freihandelsabkommen mit Amerika

Das EU-Parlament hat gedroht, sollte Amerika seine umfangreichen Spionageaktivitäten gegen Europa nicht einstellen, werde es das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Amerika nicht akzeptieren.

Laut Russia Today sollen sich die Verhandlungspartner in den nächsten Tagen in Brüssel zum vierten Verhandlungstreffen über das Transatlantik-Abkommen treffen; durch dieses Abkommen entsteht die größte Freihandelszone auf der Welt. Dennoch muss das EU-Parlament als letzte Instanz ihren Segen geben.
In einer Erklärung am Mittwoch mit 544 Ja-Stimmen gegen 78 Nein-Stimmen verabschiedet wurde, heißt es: "Das Abkommen werde solange die Umfangreiche Spionage- und Abhöraktivitäten der USA in EU-Institutionen und diplomatischen Vertretungen nicht vollständig eingestellt werde, nicht unterzeichnet."
Der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz teilte mit: "Zum Schutz unserer Werte und der Rechte unserer Bürger im Internet und auch außerhalb davon müssen wir entschlossener vorgehen."
Die Abstimmung erfolgte nach sechswöchigen Untersuchungen bezüglich der US-Spionage. Das EU-Parlament forderte zudem die Aufhebung der Abkommen zur Übergabe persönlicher Daten aus Europa; das neue Datenschutzgesetz in Europa, das zurzeit ausgearbeitet wird, verlangt von Firmen eine Genehmigung zur Übertragung von Daten.